Am 09.08.2019 gebe ich ein Fingerstyle Konzert zusammen mit Markus Schmidt und Patrick Steinbach im Mehrgenerationenhaus in Löhnberg!
Konzertbeginn: 20:00 Uhr
Eintritt:10,-Euro

Patrick Steinbach – Celtic Fingerstyle

Der irisch-stämmige Gitarrist Patrick Steinbach hat sich mit Leib und Seele der Musik Irlands verschrieben, wobei er stets betont, dass die Musik der grünen Insel einem Kleeblatt gleicht. Ein Blatt steht für die Folksongs und Balladen, ein weiteres für die irischen Tänze. Und das dritte Blatt steht für die leider viel zu unbekannte irische Klassik. Deren wichtigster Vertreter war der blinde Harfenspieler Turlough O´Carolan, der von 1670-1738 lebte. Mit seinen Kompositionen hat sich Patrick Steinbach intensiv beschäftigt, die er bearbeitet, publiziert und mit Begeisterung spielt. Unter seinen Fingern werden die Werke Carolans wieder lebendig. Als Celtic Fingerstyle Gitarrist spielt Patrick Steinbach aber auch schnelle Tänze und gefühlvolle Balladen.

Markus Schmidt – Sitar & Guitar: Music, Sounds and Silence from around the Globe

Akustische Fingerstyle Gitarre trifft auf indische Sitar. Markus Schmidt, Musiker und Musikethnologe aus Gießen beherrscht beide Instrumente auf höchstem Niveau. Ob einzeln oder mit Hilfe eines Loop-Pedals in Kombination gespielt, das Ergebnis ist eine einzigartige, äußerst unterhaltsame Mischung von Musik und Klängen aus aller Welt.

Gespickt mit Geschichten und Anekdoten spannt er einen weiten Bogen vom frühen amerikanischen Blues und Ragtime bis zu den Ragas der klassischen indischen Musik. Einflüsse der brasilianischen, arabischen und keltischen Musik finden ebenso Eingang in seine musikalische Sprache wie Popmusik und Klassik. Vor allem in seinen eigenen Kompositionen schöpft er die Möglichkeiten seiner Instrumente voll aus.

Infos zum Mehrgenerationenhaus Löhnberg:

Das Löhnberger Mehrgenerationenhaus wird 10!

Das muss gefeiert werden….

Löhnberg hatte sich 2006 mit „seinem Konzept“ in Berlin beworben und erfreulicherweise auch den Zuschlag, für die Errichtung eines Mehrgenerationenhauses, bekommen. Zu dieser Zeit war Jörg Sauer Bürgermeister und Dr. Frank Schmidt in Berlin im Haushaltsausschuss für die Mehrgenerationenhäuser zuständig.

Damals waren die einzelnen Angebote noch dezentral organisiert: das Mittagessen in Löhnberg fand im Ev. Gemeindesaal statt, in Niedershausen gab es eine Frau, die für den Kindergarten gekocht hat; die Betreuung war im Kindergarten, Aktivitäten; wie der Café-Klatsch, fanden u. a. im ehemaligen Bürgermeisteramt in Niedershausen statt, usw. Daher war schon länger klar, dass eine Immobilie benötigt wird, um alles unter einem Dach zu haben. Der ehemalige „Städtische Hof“ von 1905 bot sich dafür an. Dieser wurde aus der Versicherungssumme der damalig abgebrannten Laneburg errichtet. Die Lage mitten im Ort war perfekt und so wurde das heutige Mehrgenerationenhaus nach und nach aufgebaut. Der zuständige Architekt war seinerzeit Dieter Herget. Für die Investitionen wurden Zuschüsse aus dem „Revolving Fond“ (für Investitionen im sozialen Bereich) genutzt und ein zinsloses Darlehen abgeschlossen. Zudem schloss die Gemeinde einen Vertrag mit der Hephata Diakonie Nordhessen, die das MGH bis heute betreibt.

Am 30.09.2009 war der hintere Teil fertig – die heutige Cafeteria und der große Saal. Nach und nach wurden die weiteren Abschnitte fertiggestellt, so dass das MGH heute das Gemeindearchiv, die Bücherei, den Kuschelraum, das Verwaltungsbüro, das Heizwerk, die Werkstatt, die Cafeteria, den großen Saal, die Lehrküche im Wassermuseum sowie das Wassermuseum beherbergt. Von Anfang an haben alle Vereine, Verbände und Privatpersonen engagiert mitgemacht. Die Bevölkerung ist unheimlich zufrieden und sieht das MGH als Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in der Großgemeinde. Das gesamte kleinere Kultur- und Freizeitprogramm, sowie Kunstausstellungen, der monatliche Markt, die verschiedensten Angebote (Theater-AG, Stricktreff, Flüchtlingsarbeit, Beratungangebote usw.) finden hier statt.

Seit dem 30. November 2009 ist auch die Nachmittagsbetreuung mit dem Mittagessen im MGH. Nach und nach sind die restlichen Angebote nachgerückt, wie z. B. die Hausaufgabenbetreuung. Die Mitarbeiter wurden alle von Hephata übernommen. Aktuell sind jeden Tag zwischen 70 und 80 Kindern (bei derzeit 215 Schülern) in der Nachmittagsbetreuung und werden von sechs Mitarbeitern plus Ehrenamtlichen betreut. Die Kinder können zwischen 14 AG´s wählen oder in der Betreuung frei spielen.

Durch das stimmige und toll umgesetzte Konzept gewann die Gemeinde Löhnberg den Preis „1. Familienfreundliche Gemeinde im Landkreis Limburg-Weilburg“.

Bis heute sind wir Vorreiter mit unserem hervorragenden und gebührenfreien Betreuungsangebot. Der Kindergarten ist seit 2010 und die Betreuung in der Grundschule seit 2011 kostenfrei. Der Zuspruch ist nach wie vor enorm und so gehen jeden Tag über 100 Essen (EUR 3,50 pro Mahlzeit) in der Cafeteria über die Theke. Mittlerweile geht sowohl der Kindergarten als auch die Schule in zwei Schichten zum Essen, damit die Menge der Kinder bewältigt werden kann. In der Regel essen zusätzlich noch ca. 10-20 Senioren aus Löhnberg (EUR 4,50 pro Mahlzeit) mit den Kindern zusammen zu Mittag. Das Mittagessen ist ein zentraler Baustein im MGH und stellt einen Dreh- und Angelpunkt dar. Viele Löhnbergerinnen und Löhnberger nehmen zudem die Beratungsangebote in Anspruch. Das MGH hat sich mittlerweile ein Top-Netzwerk aufgebaut und ist zu einer Selbstverständlichkeit im Ort geworden. In Zukunft ist eine Kooperation mit dem Demenzzentrum und dem entstehenden seniorengerechten Wohnkomplex, sowie eine Angebotserweiterung für Kinder zwischen 12 und 18 Jahren, geplant.

Die gute Infrastruktur und der hervorragende Zustand der Immobilie ist attraktiv für Vereine und Verbände und so ist das MGH ein „Selbstläufer“. Regelmäßig finden Kunstausstellungen statt, die VHS-Kurse laufen gut, die vielfältigen Eltern-Kind-Angebote, der monatliche Markt, die Flüchtlingsarbeit, die Bücherei mit stark wachsenden Ausleihen, usw. bieten eine abwechslungsreiche Angebotspallette.

Auch das, im Jahr 2015 eröffnete, Wassermuseum wird sehr gut angenommen. Im Schnitt haben wir ca. 50 Besuchergruppen pro Jahr. So zählt das Mehrgenerationenhaus mit all seinen vielseitigen Angeboten eine Nutzerbewegung von rund 45.000 Menschen und das ist für so eine kleine Gemeinde schon beachtlich! Wahrscheinlich ist es die perfekte Mischung aus Moderne und Wahrung der Tradition sowie der Symbiose zwischen Alt und Jung, getreu dem Motto: „Alt für Jung, Jung für Alt“, was das MGH so erfolgreich macht.

Die offizielle Feierlichkeit zum 10-jährigen Bestehen des Mehrgenerationenhauses findet am 30. November, im Rahmen des Weihnachtsmarktes statt. Hierzu informieren Sie zu gegebener Zeit.

Bereits im August wird es ein ganzes Wochenende im MGH gefeiert. Freuen Sie sich auf tolle musikalische Angebote. Traditionell findet immer am letzten Sonntag der Sommerferien ein Konzert im MGH statt. Dazu werden alle Ehrenamtlichen, die sich über das Jahr hinweg im Sinne der Nachmittagsbetreuung und Ferienspiele engagieren, eingeladen und erhalten freien Eintritt und einen Wertgutschein für Essen und Getränke (mit der Bitte um Voranmeldung bei Frau Antje Linet). Alle anderen Interessierten können Karten im Vorverkauf im Löhnberger Rathaus erwerben. Eine Tageskarte kostet EUR 10,00 und das Wochenendticket EUR 20,00.