Ein Abend, der eindrucksvoll zeigte, wie viel Ausdruckskraft in zwei akustischen Gitarren liegen kann: Das Duo kurz & diehl gastierte vor Kurzem im Rahmen der Darstädter Gitarrenkonzerte in der musik-butik und begeisterte das Publikum mit einem ebenso feinfühligen wie kurzweiligen Konzert. Hinter kurz & diehl stehen die beiden Gitarristen Michael Diehl und Martin Kurz, die jeweils für sich eine unverwechselbare musikalische Handschrift mitbringen. Im Zusammenspiel jedoch entsteht ein gemeinsamer Klang, der weit über die Summe der Einzelstimmen hinausgeht. Präzise aufeinander abgestimmt, mit einem ausgeprägten Gespür für Dynamik und Timing, entwickelten die beiden Musiker eine dichte, atmosphärische Klangwelt. Das Konzert lebte von einem abwechslungsreichen Wechselspiel: Viele gemeinsam gespielte Stücke wurden immer wieder von solistischen Passagen unterbrochen, in denen sowohl Michael Diehl als auch Martin Kurz ihre individuellen Klangsprachen entfalten konnten. Diese Solo-Momente wirkten wie intime musikalische Miniaturen und verliehen dem Abend zusätzliche Tiefe. Stilistisch spannte sich der Bogen von filigranem Fingerstyle über bluesige Grooves bis hin zu jazzigen und folkigen Einflüssen. Dabei stand nie die Virtuosität im Vordergrund, sondern stets der musikalische Ausdruck. Die beiden Gitarristen verzichteten bewusst auf vordergründige Effekte und setzten stattdessen auf Klang, Nuancen und ein fein austariertes Zusammenspiel. Gerade diese Zurückhaltung machte den besonderen Reiz des Konzerts aus. Die Musik wirkte nie überladen, sondern klar, fokussiert und nahbar. Das Publikum folgte den beiden Musikern aufmerksam durch die unterschiedlichen Klangräume und honorierte die Darbietung mit großem Applaus. Ein Konzert, das durch seine Ruhe, Präzision und musikalische Tiefe überzeugte – und einmal mehr zeigte, wie intensiv und berührend ein Abend mit zwei Gitarren sein kann.
Gießen (axc). Wieder mal musste Rainer Römer, Leiter der »Musik bei Vitos«-Reihe, seine Ankündigung korrigieren. Seine Zerknirschung darüber war aber nur gespielt, denn die Änderung wertete den ohnehin schon niveauvollen Abend eindeutig noch auf. Im Programmheft waren unter der Überschrift »Time for Strings« Gitarrist Michael Diehl und Bassist Peter Herrmann angekündigt.
Dessen Familie hatte kürzlich Ghays Mansour beherbergt, der vor einer Woche in der Karl-Jenkins-Messe »The Armed Man« in der Bonifatiuskirche den wohl bewegendsten Satz a cappella gesungen und damit restlos begeistert hatte. Peter Herrmann war von der warmen Baritonstimme und der Musikalität des syrischstämmigen Mannes aus Mannheim so begeistert, dass er ihn spontan einlud, bei dem als Duo-Show geplanten Vitos-Abend dabei zu sein. Zu dritt agierten sie zwar nur bei der berührenden Zugabe, Peter Herrmanns »Rivers to Rivers«, aber schon bis dahin gab es in allen denkbaren Kombinationen höchst abwechslungsreiche Musik.
Peter Herrmann beginnt solo an der sechssaitigen Bassgitarre. Die stark verfremdeten Klänge mit orientalischem Flair gehen allmählich in Jim Croces Klassiker »Time in a Bottle« über, und schon den zweiten Song veredelt Ghays Mansours sanfte Stimme.
Temperamentvoller geht es mit Michael Diehl weiter, zunächst ebenfalls solo: Das mitreißende »Breakup«, erklärt er, brauche er zum Aufwärmen. Nette Untertreibung: Es ist schon einmalig, wie der Fingerstyle-Gitarrist klare Basslinien mit dem Daumen sowie Melodien und Rhythmen mit den anderen Fingern spielt – und gleichzeitig seine spezialangefertigte Westerngitarre als Perkussionsinstrument einsetzt: präzise und gezielte Schläge auf Saiten, Decke, Zarge und Boden entfachen ein derartiges Rhythmusfeuerwerk, dass man fast den Einsatz eines Loopers vermutet. Aber wie Peter Herrmann später bestätigt: »Aller Sound ist Holz.« Nur das Echo ist hinzugemischt. Es folgen, immer begleitet von sympathisch selbstironischen Anmerkungen, weitere Solo- oder Duo-Stücke (mit Herrmann): das bluesige »Crazy Lazy«, das funky »Never Give Up« oder das lyrische »We’ll Meet Again« (über Musiker, die er irgendwann »da oben« wiederzutreffen hofft)
Zwischendurch spielt Ghays Mansour Cajon zu Peter Herrmanns »Funny Words« und verlängert »Spikey’s Empire« mit seinem magischen arabischen oder auch wortlosen Gesang. Herrmanns Beiträge stammen meist von seiner »Dialogue«-CD, die Duette mit verschiedenen Musikern enthält. Auch Diehl präsentiert Neues, z. B. eine überraschende, wirklich gut gesungene Vokalnummer, sein erstes Liebeslied für seine Partnerin (»That Takes My Breath Every Day«).
Ghays Mansour kann ebenfalls auf ein – bald erscheinendes – Album verweisen, aus dem er gemeinsam mit Peter Herrmann ein Lied mit dem eingedeutschten Titel »Jeden Tag« präsentiert – einfach wunderbar. Herrmann und Diehl gönnen sich einen triefenden »Blues Inside«, bevor Michael Diehl zur Konzertgitarre mit Nylonsaiten greift und mit Peter Herrmann Stevie Wonders »I Wish« zelebriert. In dieser mitreißenden Nummer wechseln die beiden sich beim Rhythmus- und Solospiel ab und haben richtig Spaß. Das Stück hatten die zwei auch schon bei der Corona Kultur-Show im August 2020 gespielt. Leider ist dann, abgesehen von der schon erwähnten Zugabe, auch schon Schluss. Aber der nächste Gitarrenabend kommt bestimmt – bei Vitos am 20. März mit Ro Gebhardt. FOTO: AXC
Peter Herrmann (l.) mit Ghays Mansour und Michael Diehl. © Axel Cordes

Der »Fingerstyle«-Gitarrist Michael Diehl überzeugt bei seinem Auftritt im Krumbacher Gästehaus »Am Kirchlein« auf der ganzen Linie.
Biebertal (whk). Ein Konzert mit besonderer Gitarrenspieltechnik gab es jetzt im Gästehaus »Am Kirchlein« in Krumbach. Michael Diehl bot filigrane Gitarrenmusik vom Feinsten und dies im »Fingerstyle«, einer Spieltechnik, bei der die Saiten der Gitarre – jede für sich – mit einzelnen Fingern angeschlagen werden. Er entlockte seiner Gitarre laute und leise Töne mit großer Virtuosität und Spielfreude. Bereits als Jugendlicher spielte Diehl viele Auftritte mit verschiedenen Bands und Musikrichtungen. Er gründete 2005 das Duo »2inJoy«. Er bestritt Auftritte im In- und Ausland.
Diehl präsentierte den 21 Zuhörern seine Stücke, darunter auch zwei neue Songs mit den Titeln »Tears« und »Crazy Lazy«. Sie sind im ersten Lockdown entstanden und beschreiben die allgemeine Situation der Musiker und seine eigenen Erfahrungen. Seine neue CD wird voraussichtlich im Januar erscheinen und den Titel »Never give up« tragen.
In Krumbach präsentierte er nur Eigenkompositionen von seiner CD »Groovin for Breakfast«, darunter das mit besonderen Klangeffekten unterlegte »Catch the Spirit« oder das von ausgefeilter Rhythmik geprägte »Restless«, welches an das Gefühl der Unruhe auf der Autobahn erinnert. Auch beim Instrumentalstück »Eleven Rabbits« kam Diehls leidenschaftlich-begeisterndes Gitarrenspiel mit großer persönlicher Ausstrahlung voll zur Geltung. Auch dafür gab es großen Applaus. »Groovy Fingerstyle« beherrschte die Eigenkomposition »Mr. Adam«. Mit Michael Diehl gab ein großer Meister auf der Gitarre sein Debut im Gästehaus »Am Kirchlein«. »Kirchlein«-Inhaberin Annette Woitschitzky sorgte mit heißer Kürbis-Quitten-Cremesuppe, einem Rosenkohl-Quitten-Quiche und einem alkoholfreien Bratapfelpunsch für kulinarische Akzente.
Nach der Pause, die Diehl zum Gespräch mit den Zuhörern nutzte, erklangen »Breakup« und »Dark-Light«. »Es war bisher eines der besten Solo-Konzerte, die Michael Diehl im Kirchlein spielte«, so die Meinung eines Zuhörers. Die gute Akustik und die besondere Atmosphäre des Gästehauses prägten das Konzert. Der »Finger-Salad-Blues« und »Tears« fanden ebenso wie das engagiert und mit großer Fingerfertigkeit vorgetragene Instrumentalstück »A Sunny Day« beim Publikum großen Anklang. Michael Diehl bot im hochkarätigen Konzert »Fingerstyle« im Stil von Tommy Emmanuel, Rick Ruskin oder Edgar Cruz und spielte sich vollends in die Herzen der Zuhörer.
2022-03-16_Weilburger-Tageblatt_Seite_11
Konzert in der „Scheune mit dem blauen Dach“ Elkerhausen- Pressebericht Weilburger Tageblatt von Agathe Markiewicz!
Beitragsbild: Agathe Markiewicz
Gießen (kdw). Nach längerer Unterbrechung fand eine neue Folge der Reihe »Stories. Wein. Musik« statt. Christoph Jilo hatte wieder eine Handvoll sehr attraktiver Geschichten ausgesucht. Als Vorleser im »Who Killed The Pig« agierte der famose Darmstädter Schauspieler Daniel Scholz, für musikalische Ergänzung sorgte der Marburger Gitarrist Michael Diehl.
Seit Februar 2020 war das die erste neue Folge, die stattfinden konnte. »Es kommt einem wie ein kleines Geschenk vor«, sagte Jilo. Zur Einstimmung spielte Fingerstyle-Gitarrist Michael Diehl gut gelaunt (»Ich genieße jede einzelne Note«) und wie immer energiegeladen sich selbst und das Publikum schon mal warm, bevor es heiter losging mit der Geschichte, die die Überschrift des Abends trug: Sakis »Eine ausgesprochen unpassende Geschichte für Kinder« aus dem »Geschichtenerzähler«. Die erzählt ein Junggeselle quengeligen Kindern auf einer Eisenbahnfahrt, nachdem ihre Tante mit ihrer Geschichte gescheitert war. Die Kleinen sind gerade in einer lästigen »Warum?«-Phase und hören erst zu, als der Fremde ihnen eine etwas andere Kost – und geschicktere Antworten – liefert. Der Autor amüsiert sich und die Leser über sprachliche und menschliche Unzulänglichkeiten der Figuren, bis er schließlich damit endet, dass »das brave Mädchen« vom Wolf gefressen wird. Die Kids schweigen, die Tante ist indigniert.
Schauspieler Daniel Scholz ist hochmotiviert, als er die Geschichte angeht, und sein Sinn für Humor lässt nicht zu wünschen übrig. Zudem bringt er sämtliche sprachlichen Nuancen zur Geltung.
Fingerstyler Diehl hatte mit einem mächtigen Bluesdröhn eingeleitet, den Druck mit perfekt passenden perkussiven Elementen unterstützt und lieferte mit glasklarem Sound ein differenziertes Spiel. Im nächsten Set agierte er feinfühlig und zurückgenommen – wirklich angenehm.
Raymond Carvers »Warum tanzt ihr nicht?« entfaltet ein wunderbar absurdes Szenario, in dem ein Mann seinen Hausrat in der Hofeinfahrt zum Verkauf anbietet, mit komplett angeschlossenen Geräten allerdings. Ein Pärchen interessiert sich, feilscht ein wenig, und fühlt sich plötzlich wie zu Hause: »Küss mich«, sagt sie zu ihm, aber er mag nicht. Zu diesem Zeitpunkt hat sich Stille über das Publikum gesenkt. Schließlich sitzt man am Küchentisch, draußen in der Einfahrt, und der Besitzer fragt: »Warum tanzt ihr nicht?«, und es kommt einem ganz natürlich vor, wie sie dann die Einfahrt rauf und runter schweben.
Der sehr angenehme Abend umfasste noch mehr Musik, noch ein paar Stories und bot dabei eine umfassend gute Atmosphäre; ein Geschenk, ganz richtig.
Beitrag und Beitragsbild: Heiner Schultz
Wettenberg (usw). Der Kunst- und Kulturkreis (KuKuK) lebt und gedeiht prächtig, jetzt, wo wieder Veranstaltungen in bescheidenem Umfang möglich sind. Am Sonntag lief ein Doppelkonzert mit gleich zwei renommierten Musikern der Region: Bassist und Gitarrist Peter Herrmann und der Marburger Gitarrist Michael Diehl traten gemeinsam auf. Motto: »Time for Strings«.
Und es wurde eine gute Zeit.
Bei schönstem Sommerwetter hatte man die Geräte im Hof im Schatten des Gebäudes aufgebaut, die Zuhörer saßen locker mit Abstand auf dem Hof, man spürte eine sehr entspannte Atmosphäre. Herrmann und Diehl kennen sich schon länger, zuletzt hatte man sie in Gießen in Dietrich Fabers »Corona-Kultur-Show« auf der Bühne gesehen.
Riesenspaß und Riesenbeifall
Bassist Herrmann begann, plauderte gemütlich mit dem Publikum und legte dann mit einigen Improvisationen los. Zu Beginn erinnerte er an »Chattanooga Choochoo«, später an »Mrs. Robinson«, und die Darbietung auf einem fünfsaitigen Bass sorgte für sehr gitarrenähnliche Klänge und Wendungen. Der vielseitige Herrmann spielt auch versiert Gitarre, konnte man dabei hören.
»Unfassbar viel Spaß« habe ihm die Verfilmung eines Videos über die nicht vor Publikum gezeigte Ausstellung »Fünf« des KuKuK gemacht, den Michael Ackermann und Harald Kessler-Rautenhaus gedreht hatten. Richtig apart wurde es bei Jim Croces »Time in a bottle«, einem poetisch nachdenklichen, von ihm nun ganz im Gitarrenduktus verfassten Titel. Das klang an der frischen Luft wunderbar klar und ohne jede Resonanz oder Dröhnen.
Als Nächster betrat der Marburger Michael Diehl die Bühne. Er ist in dieser Region seit seinem Auftritt auf dem Gleibergfestival im letzten Jahr bekannt. Er pflegt zumeist einen sehr perkussiven Stil, bei dem er diverse Geräte zwecks Background und Ergänzung einsetzt und damit, wenn nötig, einen vollen, druckstarken Sound erzielt.
Diehl spielt prinzipiell Blues, ist aber zu jeder Schandtat oder vielmehr Abwechslung bereit und vor allem fähig. Beim Opener »Blue Inside« stellte er seine effiziente perkussive Spielweise gleich vor und setzte dabei diverse Effekte ein. In den solistischen Momenten präsentierte er einige Rock-Elemente und überzeugte mit einem bildschönen Groove. Der nahm das Publikum komplett mit und zeig- te, dass nun die Zeit des Wohlfühlens richtig angefangen hatte.
Diehl, der durch seine an Stevie Wonder erinnernde Mimik irritieren kann, erwies sich als vielseitiger, abwechslungsreicher und transparent musizierender Musiker, der nichts zuschrammelt; kräftiger Beifall.
Seine Ideen und Themen nimmt er aus dem Alltag, etwa für die schöne, nachdenkliche Ballade »Too much water« über Flüchtlinge in einem Boot auf hoher See. Eine professionell arrangierte und realisierte Ballade, nachdenklich, zurückgenommen, narrativ. Top: Thema und Begleitung wurden glasklar umgesetzt, exzellente Dramaturgie.
Ein Glanzlicht war »Grooving for breakfast«, in dem Diehl seine Assoziationen von Kaffeeduft beim Aufstehen umsetzte. Hochwirksam, kann man sagen, man spürte förmlich die mobilisierende Wirkung, hauptsächlich in den Beinen. Michael Diehl gehört zu den Musikern, die inhaltlich etwas zu sagen haben. Und er hat einen Riesenspaß dabei. Riesenbeifall. Mit »Catch the spirit« zeigte Diehl erneut seine Entertainerqualitäten, nicht ganz so ansprechend fiel »Breakup« aus: etwas zu eintönig, etwas zu lang.
Gemeinsam bereiteten Herrmann und Diehl dann mit einen Titel übers Nichtstun im Lockdown den Zuhörern ein erhebliches Vergnügen, »Crazy lazy«: ein sanftes Gleiten, etwas melancholisch, exzellentes Zusammenspiel, ein guter Stimmungswechsel. Insgesamt ein wirklich hörenswertes Konzert. FOTO: USW
Beitragsbild: USW/Gießner Allgemeine
Lich(jou). Ein versierter Gitarrist hat mit groovigen Darbietungen am Freitag im Biergarten der Kinokeipe für ein begeistertes Publikum gesorgt. Michael Diehl spielte überwiegend Eigenkompositionen und bereicherte das Programm durch einige fantasievolle Arrangements, von denen besonders die Queen-Nummern haften blieben.
Bei seiner Technik, dem Fingerstyle, setzt Diehl die Gitarre klanglich voller und orchestraler ein als bei der klassischen Spielweise. Beeinflusst wurde er unter anderem von dem aus New York stammenden Gitarristen Adam Rafferty, dem er den Song „Mr. Adam“ widmete. Wie Diehl hier den Akzenten animierende Schärfe verlieh, hatte es in sich.
Charakteristisch sind zudem perkussive Elemente, die bereits beim virtuosen Auftaktstück „Blue inside“ aus dem aktuellen Album „Take me home“ rhythmisch perfekt zur Geltung kamen. Durchweg beeindruckte der kernige, blitzsaubere Anschlag des Gitarristen. Zudem vermochte er auf seinen Instrumenten die Tonstärke differenziert zu gestalten und gewann der Musik so feine Nuancen ab.
Unterhaltsam machte das Konzert aber auch die lockere Moderation: Diehl skizzierte die Geschichten um seine Kompositionen. Mal dienten ihm Alltagsbegebenheiten als Inspirationsquelle, dann Gerüche, so beim munteren Titelsong „Groovin’ for breakfast“ seines zweiten Albums, bei dem er „Kaffeduft hörbar machen möchte“.
In der Experimentierfreude mit Effektgeräten spiegelten sich Diehls künstlerische Wurzeln auf der E-Gitarre. Feines Gespür für faszinierende klangliche Wirkungen bewies er etwa in „Catch the spirit“ .
Ebenso gut wie das Ryhthmusbetonte lagen Diehl ruhigere Stücke wie die Ballade „We’ll meet again“ über die Sehnsucht, nahestehende Menschen wiederzusehen.
Insgesamt merkte man dem Gitarristen, der 2005 das Souljazzduo „2inJoy“ gründete, rege Konzertpraxis an. Instinktsicher traf er diverse Stimmungslagen. In „Restless“ etwa erzeugte die drängende Bewegung aufwühlend nervösen Charakter. Im Titelsong „Take me home“ paarte sich wieder akkurate Spieltechnik mit musikalischem Feinsinn.
Das Perkussive kam am stärksten zum Tragen in „Breakup“ – wie mitreißend Diehl auf die Saiten, Decke und Zargen schlug, hielt das Publikum in Atem.
Ganz locker und entspannt wirkte hingegen das Stück „Crazy lazy“ über die Befindlichkeit vieler Menschen in der Corona-Krise.
Das Vergnügen an diesem lauen Sommerabend steigerte noch der in der Region bestens bekannte E-Bassist Peter Herrmann. Gemeinsam mit ihm bot Diehl vorzüglich aufeinander abgestimmt Stevie Wonders „I wish“. Weiteres Glanzlicht: die gefühlvolle Interpretation des Queen-Songs „Bohemian Rhapsody“. Als Überraschungsgast präsentierte Diehl seine Lebensgefährtin und Duopartnerin Florezelle Amend. Unter seiner Begleitung sang sie mit kräftiger, ausdrucksvoller Stimme „Is this the world?“, eine weitere Queen-Nummer.
Beim letzten Stück, Ray Charles’ „Georgia on my mind“, riss Diehl mittendrin eine Saite, und so kam das Publikum in den Genuss, die Musik noch einmal auf seiner zweiten Gitarre zu hören. Für den herzlichen Beifall dankte er mit passender Zugabe: „A sunny day“.
Bericht: Sascha Jouinim
Beitragsbild: Sascha Jouinim
Ich freue mich sehr über die lieben Worte von Felix Müller, der ein Portrait über mich im Gießener Anzeiger veröffentlicht hat.
(von Felix Müller / Giessner Anzeiger)
Michael Lohr hat über mich einen schönen Artikel in der „Akustik-Gitarre 3-20“ geschrieben:













